Zungendiagnose

Der Arzt schliesst aus Form, Farbe und Beschaffenheit der Zunge (rot? dick? mit Zahnabdrücken?) und Art und Farbe des Zungenbelags auf die Erkrankung. Bestimmte Areale auf der Zungenoberfläche sind bestimmten Organen zugeordnet.

Pulsdiagnose

Mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger fühlt der Arzt an drei verschiedenen Stellen des Handgelenks und drei verschieden Schichten den Puls. Dabei ist nicht nach schulmedizinischen Normen entscheidend, ob der Puls zu schnell oder zu langsam ist. Die TCM kennt ungefähr 30 unterschiedliche Pulsqualitäten (holpernd, fein, oberflächlich, unregelmässig, gespannt, abgehackt, schlüpfrig und so weiter).

Zur Diagnose gehören weiter die das Betrachten, Hören, Riechen und Befragen.

Betrachten

Betrachtet werden die Hautfarbe, die Augen und die Atmung.

Hören

Beurteilt wird die Stimme; d.h. ist diese leise, schwach, kräftig, voll oder stotternd.

Riechen

Wichtige Hinweise geben der Mundgeruch, Geruch des Schweisses und der Geruch der Körperausscheidungen.

Befragen

Der Arzt erkundigt sich über die Krankheitsdauer und Krankheitsbeginn oder auch über Fieber, Appetit, Stuhl- und Harnverhalten sowie den Schlaf. Hat der Patient Schmerzen; wann sind diese aufgetreten, Tageszeit, Lokalisation, Schmerzcharakter, psychische Verfassung, Menstruation, Schwindel und das Ohrensausen.